Rights

Neue WADA Code Bestimmungen zur Aufenthaltsbekanntgabe („whereabout information“) der Sportler unakzeptable!

SAFP stellt sich gegen die neuen Bestimmungen des am 1. Januar 2009 in Kraft getretenen WADA Codes.

WADA Code

Gemäss dem neuen WADA Code muss jeder Athlet, der einem nationalen Testpool angehört, sich für die Tester zwischen 0600 und 2300 in einem Zeitfenster von 60 Minuten für einen Dopingtest zur Verfügung halten. Dabei müssen die Athleten die Angaben, wo sie an jedem Tag für einen solchen Test 60 Minuten zwischen 0600 und 2300 zur Verfügung stehen, online drei Monate im Voraus bekanntgeben. Diese Angaben können per Email angepasst werden. Wenn der Athlet dann an den Orten, die er angegeben hat, für den Tester im angegebenen Zeitfenster von 60 Minuten nicht erreichbar ist, wird dies als Testverweigerung angesehen. Auch die Nichtangabe der Aufenthaltsorte oder unkorrekte Ausfüllung des Formulars wird als Verweigerung angesehen. Drei „Verweigerungen“ innerhalb von 18 Monaten führen zu einer Dopingsperre.

SAFP Präsident Lucien Valloni: „Wir sind der Ansicht, dass diese neuen Bestimmungen des WADA Codes zu weit gehen, unverhältnismässig sind und auch die Persönlichkeitsrecht und Privatsphäre des Spielers absolut unnötig tangieren. Es ist deshalb wichtig, dass umgehend Anpassungen am WADA Code vorgenommen werden. Jedenfalls wollen wir darauf hinwirken, dass der WADA Code so für die Fussballer (d.h. für die Mannschaftssportarten) nicht umgesetzt wird. Dafür werden wir uns auch zusammen mit der Weltspielervereinigung FIFPro (Fédération Internationale des Associations de Footballeurs Professionnels) einsetzen und die uns zur Verfügung stehenden rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen. SAFP hat heute zu diesem Zweck in einer dringlichen Eingabe um Prüfung dieser Angelegenheit durch den Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten ersucht, um die Anwendung dieser WADA Code Bestimmungen durch die Stiftung Antidoping Schweiz zu verhindern, weil die dafür notwendige gesetzliche Grundlage fehlt. WADA soll dazu gebracht werden, diese neuen Bestimmungen weltweit zurückzunehmen."