Torbetrug darf sich bei wichtigen Spielen nicht wiederholen!

Zürich, 5. Juli 2010

Die Profispielervereinigung SAFP setzt sich für die Einführung von Mechanismen ein, die korrekte und faire Entscheidungen des Schiedsrichters ermöglichen und verlangt den Einsitz von Spielervertretern im International Football Association Board (IFAB). Keine Mannschaft darf um die Früchte eines Tores gebracht werden. Ebenso sollen irregulär erzielte Tore inskünftig endlich verhindert werden. Aber auch andere Regeländerungen sind dringend notwendig.

SAFP Präsident Dr. Lucien W. Valloni:

"Es kann und darf nicht sein, dass im Dopingbereich alles getan wird, um Spieler des Dopings zu überführung und man dabei bisweilen auch die Missachtung fundamentalster Verfahrensrechte in Kauf nimmt und im Bereich des Fussballregelwerks auf der anderen Seite wird krampfhaft versucht, Änderungen, die faire Entscheidungen ermöglichen, zu vermeiden. Das hat nichts mit Sport und schon gar nichts mit Fairness zu tun. Es ist letztlich ein Betrug an Spielern und Fans, weil ganz bewusst verhindert wird, dass krasse Fehlentscheidungen korrigiert werden können. Zumindest in Spielen von grosser Bedeutung für den Fussballsport sind dem Schiedsrichter im Interesse eines korrekten Resultates Hilfen zur Seite zu stellen, die bei krassen Fehlentscheidungen die absolut notwendigen Korrekturen ermöglichen. Ein Torbetrug wie es im Spiel zwischen Deutschland und England vorkam, darf sich nicht wiederholen. Leider wurde bislang nichts geändert und die Fälle von Torbetrug gehen muter weiter. Jüngstes Beispiel ist das Spiel zwischen der AC Milan - Juventus Turin vom 25. Februar 2012. Die FIFA verschliesst sich weiter den dringend notwendigen Reformen um dem FAIRPLAY Gedanken nicht nur schöne Floskeln zu widtmen sondern auch Taten folgen zu lassen.

Auch die Anerkennung klar irregulär erzielter Tore muss inskünftig verhindert werden. Wir werden uns zusammen mit der Weltspielervereinigung FIFPro wie bis anhin für die dringend notwendige Änderung einsetzen. Es ist auch notwendig, dass die Spielervertreter im IFAB Regel-Board vertreten sind, um inskünftige Fehlentwicklungen früher in die richtige Richtung zu beeinflussen. Leider ist die FIFA bislang auf die entsprechenden Forderungen nicht eingegangen. Nach den jüngsten krassen Fehlentscheidungen an der Fussballweltmeisterschaft muss die FIFA nun, um die Glaubwürdigkeit im Fussballsport aufrecht zu erhalten, umgehend die längst gestellten Forderungen umzusetzen. Abgesehen von der Nutzung zusätzlicher Schiedsrichter darf man sich auch der bereits zur Verfügung stehenden Technologie nicht verschliessen.

Auch andere Regeländerungen sind längst fällig, wie die Streichung der Regel, wonach bei einer Penaltyentscheidung eine Doppelbestrafung mit Penalty und einer zusätzlichen roten Karte verhängt werden darf.

Ein Penalty und eine rote Karte ist nur dann gerechtfertigt, wenn der Ball ohne das Foul bzw. den Regelverstoss tatsächlich ins Tor gelangt wäre, weil diesfalls eine Doppelbestrafung insofern gerechtfertigt erscheint, weil es möglich ist, dass der Penalty hernach verschossen wird. Nur in diesem Fall soll derjenige Spieler, der das Tor durch das Foulspiel verhinderte zusätzlich mit Rot bestraft werden. In allen anderen Fällen genügt die Verhängung eines Penaltys. Diese Regeländerungen müssen nun zügig umgesetzt werden." 

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