Training Camp SAFP

SAFP Training Camp 2019

Täglich trainieren in Dietikon ZH rund elf Profis ohne Klub. Unter ihnen sind auch die ehemaligen FCZ-Stars Oliver Buff (26) und Philippe Koch (28).

Joao Paiva

Ex-FCL Spieler Joao Paiva

Täglich pünktlich um 10 Uhr legt in diesen Tagen auf dem Hauptplatz des Erstligisten FC Dietikon ZH der FC Arbeitslos los. Der ehemalige Stürmer des FC Luzern Joao Paiva trainiert gut ein Dutzend Profifussballer, die im Moment ohne Klub dastehen. Die buntgemischte Truppe tritt als Einheit auf, dunkelblaue Hosen und Shirts – auf der Brust prangt SAFP.  Die Abkürzung für Swiss Association of Football Players, eine Gewerkschaft für Profifussballer. Trainer Paiva, der wie auch der FC Dietikon von SAFP entschädigt wird, sagt: «Dass ich den Spielern helfen kann, fit zu bleiben bis sie einen neuen Verein haben, ist für mich eine tolle Sache.»

«Alle sind freiwillig da und dementsprechend auch motiviert»

Temperaturen weit über 30 Grad und all das ohne Verein. Mit wie viel Antrieb sind die klublosen Kicker dabei? Paiva: «Alle sind freiwillig da und dementsprechend auch motiviert. Diese Spieler haben begriffen, dass sie all das nur für sich selber tun.»

Es hat ein paar ganz illustre Namen, die zurzeit vormittags nach der Pfeife von Paiva tanzen. 

Unter anderen Ex-Mittelfeldspieler Oliver Buff. Vor fünf Monaten hat der 26-Jährige von Spanien nach Zypern zu Famagusta gewechselt. Warum hat er nun den Vertrag mit den Zyprioten bereits aufgelöst? Buff: «Es sind verschiedene Sachen nicht so gelaufen, wie ich mir das vorgestellt habe, deshalb mussten wir einen Schlussstrich ziehen.»

Nun ist der einstige FCZ-Cupsieger (2014/2016) nach zwei Jahren im Ausland bei Real Saragossa und auf Zypern zurück in der Schweiz und hält sich vorübergehend unter Paiva fit. «Es ist eine super Sache, mich mit den Jungs hier fit zu halten. Nebenbei trainiere ich noch privat.» Ist er zurückgekommen um zu bleiben? Buff: «Vielleicht, wir werden sehen, was passiert. Einmal einen fünfmonatigen Fehler zu machen, kann passieren. Aber der nächste Schritt muss sitzen.»

Ehemalige FCZ-Kumpels wieder vereint

Buff trainiert wieder mit seinen langjährigen FCZ-Kumpels Maurice Brunner (28, zuletzt Vaduz) und Philippe Koch (28) zusammen. Koch hat ein schwieriges Jahr beim FC St. Gallen, in welchem er kaum gespielt hat, hinter sich. Auch der Aussenverteidiger, der noch vor zehn Jahren mit dem FCZ in der Champions League gespielt hat, ist Ende Juni noch ohne Klub. «Das ist eine ungewohnte Situation. Aber ich bin noch sehr ruhig. Ich halte mich jetzt fit, das Transferfenster ist noch ein wenig offen.»

Wie Buff hat auch Koch eine Zusatzversicherung abgeschlossen, falls er sich verletzen sollte.

Der FC Arbeitslos mit dem SAFP-Emblem auf der Brust absolviert auch Testspiele, so wie am 2. Juli  gegen den FC Winterthur. Buff und Koch werden dann jedoch nicht auflaufen. Wegen der Verletzungsgefahr. Buff: «In Spielen zieht man das Bein nicht zurück, da gibt man Vollgas. Deshalb habe ich mich entschieden, nur zu trainieren.»

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