Spielervereinigung SAFP gratuliert und dankt dem Schweizer Nationalteam für den begeisternden Fussball an der EM in Frankreich

                                                                                                                                                                                   (Bild: UEFA)

SAFP Präsident Dr. Lucien W. Valloni:

„Die Nationalmannschaft hat begeistert und hat, nicht wie früher, abwartenden, defensiven Fussball gespielt, sondern immer versucht, das Spiel in die Hand zu nehmen, selber zu gestalten. Das Team hat sich in jedem Spiel sehr gute und zahlreiche Chancen erspielt.

Das ist ein enormen Sprung im Vergleich zum Fussball, den frühere Nationaltrainer noch spielen liessen und wo wir das Schweizer Team meist ängstlich, defensiv und schon gar nicht spielbestimmend wahrgenommen haben und wo attraktiver, mutiger Fussball ein Fremdwort im Zusammenhang mit dem Nationalteam war.

Das ist klar der Verdienst von Vladimir Petkovic und der jetzigen Generation von Spielern. Die Handschrift des Trainers zeigt sich insbesondere im Mut, den die Spieler zeigen dürfen und das Selbstvertrauen, mit dem sie das Spiel selber zu gestalten suchen. Das ist für den Betrachter äusserst wohltuend und zeigt sich symbolisch auch im spektakulären Tor von Shaqiri.

Waren Spiele der Schweizer Nationalmannschaft meist eher wenig spektakulär anzusehen, sind sie zu einem attraktiven Ereignis mutiert, das inspiriert. Genau auf diese Weise konnten auch immer mehr Fans mobilisiert werden. Das ist gut so.

Dass nun ein Weiterkommen im Penaltyschiessen gescheitert ist, ist ärgerlich, weil die Schweiz klar die bessere und aktivere Mannschaft war, die einen attraktiveren Fussball gespielt hat.

Es kann sich angesichts solcher Ergebnisse, getrost die Frage gestellt werden, ob das Penaltyschiessen, dass weitum als Lotterie wahrgenommen und dargestellt wird, nicht besser durch eine Open-end Verlängerung mit Golden-Goal Regel ersetzt werden soll, damit am Schluss aus dem Spiel heraus das Spiel entschieden wird.

Im Tennis wird auch nicht derjenige zum Sieger erkoren, der bei unentschiedenem Spielstand, bei fünf Versuchen am Meisten Mal den schnelleren Aufschlag ins Feld bringt. Vielmehr wird der Sieger aus einer Open-end Verlängerung des Spiels entschieden.

Es ist offensichtlich, dass eine Open-End Verlängerung, also eine Entscheidung aus dem Spiel gerechter ist als eine Penaltylotterie auch wenn sie natürlich viel länger dauern kann.“

Share: