Interview Enrico Schirinzi

 

Enrico Schirinzi war nach der Saison 2009/2010 vertragslos und hat im SAFP Trainingscamp mittrainiert und mit der SAFP Mannschaft am FIFPro Turnier der Nationalauswahlen der vertragslosen Spieler teilgenommen und danach beim FC Thun eine neue Stelle gefunden.

SAFP – Enrico, SAFP freut sich, dass Du einen neuen Verein gefunden hast (FC Thun), in der Super League. Wie ist deine Verpflichtung zustandegekommen?

E. S. – Ein Kolleg von mir hat ein Mal Muri getroffen, und mit ihm gesprochen. Er hatte ihn gefragt, ob er noch Spieler suchte, und ob er Interesse an mir hätte: dann hat Muri mich angerufen, und für einen Test eingeladen. Ich habe dort trainiert, ihn überzeugt und dann unterschrieben. Ich war durch das SAFP Trainingscamp von 2010 in einer hervorragenden Verfassung.

SAFP – Diese Periode als vertragsloser Spieler war sicher nicht einfach, wie hast Du die erlebt?

E. S. – Es ist gar nicht einfach gewesen. Bevor die Chance mit Thun gekommen ist, habe ich fast aufgegeben. Aber jeden Tag habe ich trainiert, 2 Mal pro Tag. Ich habe immer an meiner Kondition gearbeitet. Ich habe fast nicht mehr daran geglaubt, nachdem ich in Lausanne im Gespräch war und es dann doch gescheitert ist.

SAFP – Was ist Deine Meinung über das SAFP Trainingscamp von Juni und Juli 2010 und was hälst Du vom FIFPro-Turnier in Holland, an dem SAFP mit der Nationalauswahl der vertragslosen Spieler nun schon das fünfte Mal teilgenommen hat? Dieses Mal sogar mit Ex-Championsleague Teilnehmer wie Julian Hernàn Rossi.

E. S. _ Es war einfach super. Wir konnten mit einer Mannschaft im Sommer regelmässig unter professionellen Bedingungen trainieren. Giuseppe Mazzarelli hat es super gemacht und uns viel von seiner nationalen und internationalen Erfahrung weitergegeben. Ich habe dort auch viele andere Spieler getroffen, die in der gleichen Situation waren wie ich. Wir haben uns gemeinsam unterstützt. Es war sehr gut organisiert und ich kann nur Gutes berichten.

SAFP – Du kannst Dir vorstellen, dass Deine Verpflichtung in Thun uns sehr stolz macht: es verleiht den Bemühungen von SAFP für die vertragslose Spieler viel Sinn und Kraft. Was könntest Du den vertragslosen Spielern raten?

E. S. – Man kann und soll diese Möglichkeiten, die SAFP auch für vertragslose Spieler offeriert als Spieler und Mitglied von SAFP unbedingt nutzen. Man muss immer an seine Möglichkeiten glauben, soll nie aufgeben, und muss für sich immer an einer guten Kondition arbeiten, um dann, wenn sich die Chance bietet, bereit zu sein. Genau dafür steht SAFP und war SAFP hervorragend. Man muss sich vielleicht auch mal hinterfragen: wieso bin ich jetzt in dieser Situation? Wenn ich vielleicht mehr Tore erzielt hätte, oder besser gespielt hätte, hätte ich schon wieder einen neuen Vertrag. Diese Phase hat mir geholfen auch selbstkritisch zu sein und an mir zu arbeiten, um mich immer zu verbessern. Ich bin sehr dankbar, für die gesamte Unterstützung, welche SAFP angeboten hat. Es ist wichtig, dass die Spielervereinigung auch für Spieler da sind, wenn es ihnen mal nicht so gut geht. Mein Beispiel zeigt, dass das eine äusserst wichtige und auch erfolgreiche Arbeit ist, die SAFP hier leistet.

 

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