Intensivierung des sozialen Dialogs und Anpassungsbedarf beim Spielerschutz weiterhin Hauptschwerpunkte der SAFP Tätigkeit im 2012 und 2013 !

SAFP Präsident RA Dr. Lucien Valloni zum Jahreswechsel ein Rückblick

"Auf internationaler Ebene konnte am 19. April 2012 über die FIFPro Mindestvertragsvoraussetzung mit der UEFA/EPFL/ECA ausgehandelt und im gesamten Gebiet der UEFA umgesetzt werden. Das ist ein Meilenstein für den Schutz der Profispieler. Diese Minimum Requirements gelten für alle Profispieler, sind aber insbesondere für Spieler in Osteuropa absolut zentral, weil dort die Arbeitsbedingungen bisweilen prekär waren. Wesentlich ist natürlich die Umsetzung. Hier wird FIFPro alles daran setzten, damit diese Umsetzung zeitgerecht vorangetrieben wird.

Auf nationaler Ebene waren natürlich die Probleme um Xamax und Servette für die SAFP von grosser Bedeutung. Wir haben die Spieler in dieser schwierigen Situation unterstützt und haben der SFL Lösungsvorschläge unterbreitet, um inskünftig solche Situationen zu vermeiden. Der Schutz der Spielerlöhne ist für SAFP absolut zentral und muss verstärkt werden. Gleichzeitig ist aber auch dafür zu sorgen, dass sich die Auflösung eines Klubs während der Spielsaison nicht wiederholen kann. Auch hier müssen Lösungen gefunden werden, um das Produkt Fussball zu stärken.

Auch dieses Jahr arbeitet SAFP mit der SHOW RESPECT Vereinigung zusammen. Die SHOW RESPECT Kampagne wird dieses Jahr weiter ausgebaut (www.showrespect.com). Diese Kampagne zeigt, dass die Spieler Verantwortung übernehmen und als Vorbilder agieren. Hier wollen wir weiterhin erreichen, dass die Klubs, die Liga sowie der Verband mit SAFP diese SHOW RESPECT Kampagne gemeinsam umsetzen, und zwar als Präventionskampagne gegen Gewalt.

SAFP zusammen mit SAIP und der SHOW RESPECT Vereinigung ein Kochbuch mit 21 Stars aus Eishockey und Fussball veröffentlicht, um den Respekt anhand der Kochtradition zu zeigen. Das Buch ist im Buchhandel (etwa bei der Buchhandlung Lüthy Balmer Stocker) erhältlich und kann auch online über www.showrespect.com bestellt werden. Der Erlös wird für die Finanzierung der SHOW RESPECT Kampagne eingesetzt. 

Auch dieses Jahr (zum sechsten Mal) haben die Profispieler die Besten aus Ihren Reihen gewählt. Wir haben die SWISS GOLDEN PLAYERS AWARD – Preisverleihung im Stade de Suisse vor ca. 300 geladenen Gästen erfolgreich durchgeführt. Der SWISS GOLDEN PLAYER AWARD geniesst bei den Spielern eine grosse Bedeutung und hat sich mittlerweile als eine Fest Grösse im Sportkalender etabliert. 

Die Spieler haben aber auch den FIFPro World XI Wahlen teilgenommen, deren Preisverleihung am 7. Januar 2013 zum vierten Mal zusammen mit der FIFA an der FIFA/FIFPro Gala im Kongresshaus durchgeführt wurde. Die Macht der FIFPro und die Unterstützung der FIFPro durch die besten Spieler der Welt zeigt sich auch darin, dass es der FIFPro auch dieses Jahr gelang, alle 11 Preisträger der FIFPro World XI in Zürich zu präsentieren. 

Wir haben auch dieses Jahr das Training für vertragslose Spieler durchgeführt und mit der SAFP-Mannschaft zahlreiche Freundschaftsspiele organisiert. Für das Training war Oldrich Svab zuständig. Das Training war ein voller Erfolg und verschiedene Spieler haben eine neue Anstellung gefunden. Auch dieses SAFP Projekt werden wir im 2013 in der Sommer-Transferzeit weiterführen. 

Als äusserst wichtige Errungenschaft der internationalen Beziehungen der SAFP ist es SAFP gelungen, für die Profispieler in der Schweiz den Zugang zur SAFP/FIFPro Online Academy zu garantieren. Ein Bachelor-Studium in Sport Management kann abgesehen von einer Einschreibgebühr kostenlos absolviert werden. Normalerweise würde ein entsprechendes Studium CHF 40'000 kosten. 

Als weiterer Beitrag zur Sensibilisierung der Ausbildung wurde der Karriere-Coaching-Workshop für SAFP Mitglieder eingeführt. Diese Workshops werden auch dieses Jahr wieder durchgeführt. 

Im Bereich des sozialen Dialgos mit der SFL sind Fortschritte erzielt worden. SAFP hat sodann Verhandlungen für die Erneuerung der Grundsatzvereinbarung aufgenommen und ist bestrebt, die Grundsatzvereinbarung auch auf den SFV auszudehnen. Es bleibt aber noch viel zu verbessern. So sind inskünftig auch Anspielzeiten mit der Profispielervereinigung abzustimmen, um Entscheidungen wie diejenigen, im Sommer Spiele um 13:45 Uhr anzusetzen, vorgängig zu diskutieren, um gemeinsam Alternativen zu erarbeiten.

Für das Jahr 2013 wünsche ich allen SAFP Mitgliedern und der gesamten Fussball-Familie neben Gesundheit, Glück und Zufriedenheit auch viele schöne Spiele und Tore.“

SAFP Präsident RA Dr.iur. Lucien W. Valloni 

 

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